Neu hier? Hier anfangen.

Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Der Ton macht die Musik – und das Schweigen die Pausen

Die Frau an der Supermarktkasse sagte nur drei Wörter: „Noch eine Tüte?“
Gleicher Satz, zwei Möglichkeiten. Beim ersten Mal klang es nach Hilfe. Beim zweiten Mal nach Urteil.
Ich nickte verlegen. Der Kassenzettel zitterte ein wenig in meiner Hand, als hätte er selbst etwas falsch gemacht.

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Datenschutz: notwendig – oder nur laut geworden?

Im Jahr 2000 war das Internet ein Wohnzimmer mit offener Tür. Wir haben Gästebücher gefüllt, bunte Blink-GIFs geliebt und Fotos ohne Metadaten hochgeladen. Niemand sprach von „Profiling“, weil es noch kaum Profile gab. Es war chaotisch, unhöflich und oft unbeholfen – aber überschaubar.
Heute ist das Netz eine Stadt mit Hochhäusern, Kameras, Fahrstühlen, die wissen, wohin wir wollen, bevor wir den Knopf drücken. Nicht, weil es Magie ist, sondern weil Daten längst zur Infrastruktur gehören.

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Die leise Sprache des Abstands

Über Nähe, Grenzen und Vertrauen im Gespräch

Die Szene ist schlicht: Jemand kommt auf dich zu, freundlich, interessiert – und steht plötzlich so nah vor dir, dass du den Atem anhältst. Dein Körper antwortet, bevor du Worte findest. Ein halber Schritt zurück. Ein Blick zur Seite. Ein stilles „Bitte, nicht so nah“.

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Wenn Worte Macht haben – und Stille stärker ist

Es gibt Gespräche, die wie Tänze beginnen – zwei Menschen, ein Rhythmus, ein Raum, der sich langsam öffnet. Und es gibt Gespräche, die wie Schachpartien enden – Zug um Zug, Verteidigung gegen Verteidigung, keiner will den ersten Fehler machen.

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