Neu hier? Hier anfangen.

Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Wer bist du, wenn niemand zusieht?

Stell dir vor, du stehst eines Tages nicht vor einem Spiegel, sondern vor dir selbst.

Nicht vor deinem Gesicht, nicht vor deinem Namen, nicht vor deiner Kleidung, deinem Beruf, deiner Familie, deiner Meinung oder dem Bild, das andere von dir haben. Sondern vor dem Menschen darunter. Vor dem, der übrig bleibt, wenn keiner klatscht, wenn keiner fragt, wenn keiner etwas von dir erwartet und wenn du einmal nicht funktionieren, gefallen, beweisen oder erklären musst.

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Glas halb voll oder halb leer?

Content Note:Dieser Text befasst sich mit der Diskrepanz zwischen Realität und Wahrnehmung und zeigt, warum „Leere“ oft nur ein Denkfehler ist.

Es gibt diese alte Frage, die sich hartnäckig hält, als wäre sie ein Prüfstein für den Charakter eines Menschen:

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

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Zwischen zwei Haltestellen

Ich sitze im Bus auf dem Weg nach Hause. Ein ganz normaler Abend, eigentlich.
Menschen steigen ein, andere aus. Jacken rascheln, irgendwo klingelt ein Handy, draußen zieht die Stadt in Scheiben vorbei.

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Es beginnt mit einem Kalender.

Nicht der an der Wand. Der im Kopf. Der, der jeden Menschen in ein kleines Feld sortiert:
„Passt gerade.“ – „Passt nicht.“ – „Später.“
Und manchmal ist „später“ nur die höfliche Art zu sagen: nie.

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