Neu hier? Hier anfangen.

Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Wer bist du, wenn niemand zusieht?

Stell dir vor, du stehst eines Tages nicht vor einem Spiegel, sondern vor dir selbst.

Nicht vor deinem Gesicht, nicht vor deinem Namen, nicht vor deiner Kleidung, deinem Beruf, deiner Familie, deiner Meinung oder dem Bild, das andere von dir haben. Sondern vor dem Menschen darunter. Vor dem, der übrig bleibt, wenn keiner klatscht, wenn keiner fragt, wenn keiner etwas von dir erwartet und wenn du einmal nicht funktionieren, gefallen, beweisen oder erklären musst.

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Die Adresse, die kein Zuhause ist

Ich wohne in einem Land. In einem Bundesland. In einer Stadt. In einem Ortsteil. In einer Straße. In einem Haus. In einer Wohnung.

Ich könnte es dir genau sagen. Postleitzahl. Stockwerk. Türklingel mit meinem Namen drauf. Alles da. Alles richtig.

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Glas halb voll oder halb leer?

Content Note:Dieser Text befasst sich mit der Diskrepanz zwischen Realität und Wahrnehmung und zeigt, warum „Leere“ oft nur ein Denkfehler ist.

Es gibt diese alte Frage, die sich hartnäckig hält, als wäre sie ein Prüfstein für den Charakter eines Menschen:

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

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Durch das Feuer, ohne zu fallen

Es gibt diese Tage, an denen man aufwacht und spürt, dass etwas nicht mehr passt. Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher wie ein Hemd, das man jahrelang getragen hat – und plötzlich merkt man, dass es nicht mehr die eigene Größe hat.

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Der Gedanke ohne Stimme

Content-Note:
Dieser Text ist keine medizinische oder sprachwissenschaftliche Abhandlung. Er nutzt eine reale Erkenntnis aus der Kognitionsforschung als Ausgangspunkt, um über Denken, Sprache, Stille und gesellschaftliche Lautstärke nachzudenken. Es geht nicht um Defizite, sondern um Perspektiven. Nicht um Antworten, sondern um das Aushalten einer Frage.

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Innerer Dialog

„Du kannst das.“

Ist das so?
Oder ist das wieder nur dieser Satz, den man sagt, damit es sich kurz besser anfühlt, ohne dass er wirklich trägt?

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Es beginnt mit einem Kalender.

Nicht der an der Wand. Der im Kopf. Der, der jeden Menschen in ein kleines Feld sortiert:
„Passt gerade.“ – „Passt nicht.“ – „Später.“
Und manchmal ist „später“ nur die höfliche Art zu sagen: nie.

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