Neu hier? Hier anfangen.

Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Wieso, Weshalb, Warum?

Ich frage selbst ständig warum. Warum funktioniert etwas so? Warum macht dieses System genau dort einen Fehler? Warum verhalten Menschen sich auf eine bestimmte Weise? Warum akzeptieren wir Regeln, nur weil sie irgendwann einmal jemand aufgeschrieben hat? Warum soll etwas richtig sein, nur weil man es schon immer so gemacht hat? „Ist halt so“ gehört wahrscheinlich zu den Antworten, mit denen man mich am zuverlässigsten unzufrieden machen kann.

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Wenn ein Lehrbuch wichtiger ist als der Mensch an sich.

Es gibt eine Uhrzeit, zu der gute Eltern ihre Kinder ins Bett bringen.

Offenbar.

19 Uhr.

Vielleicht 19:15 Uhr, wenn man besonders großzügig ist.

Dann wird das Licht ausgeschaltet, das Kind schläft selbstverständlich friedlich zehn oder zwölf Stunden durch und wacht am nächsten Morgen ausgeschlafen, gut gelaunt und selbstverständlich exakt dann auf, wenn der gesellschaftliche Tagesplan es vorsieht.

So zumindest scheint manchmal die Theorie auszusehen.

Die Praxis heißt bei mir Sam.

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Konsequenzen sind nicht lieblos

Mein Sohn spielt mit seinen Autos.

Ganz normal eigentlich.

Papa war nett und hat zwei LKW rausgegeben.

Einen Müllwagen mit Kipp- und Entleerfunktion.

Und eine Kehrmaschine mit Kippfunktion.

Zwei Fahrzeuge, bei denen man natürlich genau das machen kann, was Kinder gerne machen:

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Mein Kind kann. Manchmal will es einfach nicht.

Ich habe diesen Satz gelesen:

„Mein Kind will nicht nicht.
Mein Kind kann gerade nicht.“

Und je öfter ich ihn gelesen habe, desto mehr dachte ich:

Nein.

Zumindest nicht immer.

Denn ich kenne mein Kind.

Und mein Sohn kann erstaunlich viel nicht, wenn er gerade keine Lust darauf hat.

Komischerweise kann er fünf Minuten später ziemlich genau dasselbe hervorragend, wenn es plötzlich um etwas geht, das er selbst möchte.

Vielleicht bin ich damit heute schon der verstaubte Papa.

Der Papa mit der alten Erziehung.

Der Papa, bei dem ein Nein tatsächlich noch Nein bedeutet.

Damit kann ich leben.

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Der Mann, der blieb

Er saß im Sand, die Hände voller Förmchen, als wäre dies, das Normalste der Welt. Zwei Kinder um ihn herum, eines lachend, das andere mit diesem ernsten Blick, den nur Kinder haben, wenn sie etwas wirklich wichtig finden.

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Durch das Feuer, ohne zu fallen

Es gibt diese Tage, an denen man aufwacht und spürt, dass etwas nicht mehr passt. Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher wie ein Hemd, das man jahrelang getragen hat – und plötzlich merkt man, dass es nicht mehr die eigene Größe hat.

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Die leise Weihnacht

Content Note: Dieser Text ist ruhig. Er spricht über Einsamkeit, Nähe, Grenzen und das kleine Wieder-Atmen dazwischen. Keine Gewalt, keine akuten Krisen.

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So hätten es gerne die Pädagogen

„Beruhig dich“ – warum dieser Satz meinem Kind nicht hilft (und mir auch nicht)

Content Note: In diesem Text geht es um Wutanfälle von Kindern, Überforderung im Elternalltag, eigene Trigger und den Versuch, anders mit Emotionen umzugehen.

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