Auf dieser Seite liegen inzwischen viele Texte. Manche sind Monate auseinander entstanden und hängen trotzdem miteinander zusammen.
Dieser Beitrag ist deshalb keine neue Geschichte, sondern die Landkarte durch die bisherigen. Nicht als Lesepflicht und nicht als Reihenfolge. Eher als roter Faden für den Moment, in dem du weißt, dass hier irgendwo etwas zu deinem Gedanken liegt, aber nicht mehr weißt, wo.
Der rote Faden ist dabei eigentlich ziemlich einfach: Menschen, Alltag, Nähe, Kopf, Verantwortung – und die Dinge, die man oft erst bemerkt, wenn man hinsieht.
Wenn du lieber nach einem einzelnen Begriff suchst: Volltextsuche. Wenn du chronologisch stöbern willst: Archiv.
Oktober 7, 2026
Manchmal sieht man einen Menschen einmal und mag ihn.
Nicht, weil alles perfekt ist.
Nicht, weil man schon weiß, wer dieser Mensch wirklich ist.
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September 29, 2026
Es gibt diese Tage, an denen Familie eigentlich einfach Familie sein sollte. Ein Geburtstag zum Beispiel. Jemand wird ein Jahr älter, irgendwo steht ein Kuchen auf dem Tisch, Kaffee wird eingeschenkt, vielleicht sitzen Menschen zusammen, die sich sonst viel zu selten sehen, und eigentlich könnte das für ein paar Stunden vollkommen ausreichen. Oder Weihnachten. Dieses Fest, bei dem jedes Jahr wieder von Ruhe, Besinnlichkeit, Zusammenhalt und Frieden gesprochen wird, während wahrscheinlich in mindestens genauso vielen Wohnzimmern alte Geschichten wieder ausgepackt werden. Und dann gibt es noch Beerdigungen. Tage, an denen man eigentlich glauben könnte, dass alles andere für einen Moment unwichtig wird, weil da gerade jemand fehlt, der gestern noch Teil dieser Familie war. Eigentlich.
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September 26, 2026
Ich frage selbst ständig warum. Warum funktioniert etwas so? Warum macht dieses System genau dort einen Fehler? Warum verhalten Menschen sich auf eine bestimmte Weise? Warum akzeptieren wir Regeln, nur weil sie irgendwann einmal jemand aufgeschrieben hat? Warum soll etwas richtig sein, nur weil man es schon immer so gemacht hat? „Ist halt so“ gehört wahrscheinlich zu den Antworten, mit denen man mich am zuverlässigsten unzufrieden machen kann.
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September 26, 2026
Ich habe meinen Blog irgendwann „Der rote Faden“ genannt. Nicht den ganzen Blog, sondern eine Seite darin. Eine Orientierung. Eine Möglichkeit, all die Texte irgendwie zu sortieren: Vatersein, Beziehungen, Alltag, Gesellschaft, Technik, Psyche, Selbstfürsorge, Selbstreflexion. Schöne Kästchen. Sauber getrennt. Fast ein bisschen so, wie man Daten in einem System sortiert.
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September 24, 2026
Es gibt eine Uhrzeit, zu der gute Eltern ihre Kinder ins Bett bringen.
Offenbar.
19 Uhr.
Vielleicht 19:15 Uhr, wenn man besonders großzügig ist.
Dann wird das Licht ausgeschaltet, das Kind schläft selbstverständlich friedlich zehn oder zwölf Stunden durch und wacht am nächsten Morgen ausgeschlafen, gut gelaunt und selbstverständlich exakt dann auf, wenn der gesellschaftliche Tagesplan es vorsieht.
So zumindest scheint manchmal die Theorie auszusehen.
Die Praxis heißt bei mir Sam.
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September 23, 2026
Kaum hatte ich meinen Text über einen leeren Smartphone-Akku veröffentlicht, kam ziemlich schnell eine Reaktion.
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September 23, 2026
Heute habe ich etwas ausgesprochen Gefährliches getan.
Ich bin mit ungefähr 20 Prozent Akku aus dem Haus gegangen.
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September 15, 2026
Es gibt Menschen, die wissen ziemlich genau, was man kann.
– Zumindest glauben sie das. –
Sie kennen einen Ausschnitt aus deinem Leben. Vielleicht einen Fehler. Vielleicht etwas, das nicht funktioniert hat. Vielleicht einen Weg, der länger dauert als geplant.
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