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Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Der rote Faden – ein Weg durch meine Geschichten

Auf dieser Seite liegen inzwischen viele Texte. Manche sind Monate auseinander entstanden und hängen trotzdem miteinander zusammen.

Dieser Beitrag ist deshalb keine neue Geschichte, sondern die Landkarte durch die bisherigen. Nicht als Lesepflicht und nicht als Reihenfolge. Eher als roter Faden für den Moment, in dem du weißt, dass hier irgendwo etwas zu deinem Gedanken liegt, aber nicht mehr weißt, wo.

Der rote Faden ist dabei eigentlich ziemlich einfach: Menschen, Alltag, Nähe, Kopf, Verantwortung – und die Dinge, die man oft erst bemerkt, wenn man hinsieht.

Wenn du lieber nach einem einzelnen Begriff suchst: Volltextsuche. Wenn du chronologisch stöbern willst: Archiv.

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Wieso, Weshalb, Warum?

Ich frage selbst ständig warum. Warum funktioniert etwas so? Warum macht dieses System genau dort einen Fehler? Warum verhalten Menschen sich auf eine bestimmte Weise? Warum akzeptieren wir Regeln, nur weil sie irgendwann einmal jemand aufgeschrieben hat? Warum soll etwas richtig sein, nur weil man es schon immer so gemacht hat? „Ist halt so“ gehört wahrscheinlich zu den Antworten, mit denen man mich am zuverlässigsten unzufrieden machen kann.

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Wenn der rote Faden plötzlich ich selbst bin.

Ich habe meinen Blog irgendwann „Der rote Faden“ genannt. Nicht den ganzen Blog, sondern eine Seite darin. Eine Orientierung. Eine Möglichkeit, all die Texte irgendwie zu sortieren: Vatersein, Beziehungen, Alltag, Gesellschaft, Technik, Psyche, Selbstfürsorge, Selbstreflexion. Schöne Kästchen. Sauber getrennt. Fast ein bisschen so, wie man Daten in einem System sortiert.

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Wenn ein Lehrbuch wichtiger ist als der Mensch an sich.

Es gibt eine Uhrzeit, zu der gute Eltern ihre Kinder ins Bett bringen.

Offenbar.

19 Uhr.

Vielleicht 19:15 Uhr, wenn man besonders großzügig ist.

Dann wird das Licht ausgeschaltet, das Kind schläft selbstverständlich friedlich zehn oder zwölf Stunden durch und wacht am nächsten Morgen ausgeschlafen, gut gelaunt und selbstverständlich exakt dann auf, wenn der gesellschaftliche Tagesplan es vorsieht.

So zumindest scheint manchmal die Theorie auszusehen.

Die Praxis heißt bei mir Sam.

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Wenn andere deine Ziele schon beerdigt haben

Es gibt Menschen, die wissen ziemlich genau, was man kann.

– Zumindest glauben sie das. –

Sie kennen einen Ausschnitt aus deinem Leben. Vielleicht einen Fehler. Vielleicht etwas, das nicht funktioniert hat. Vielleicht einen Weg, der länger dauert als geplant.

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Konsequenzen sind nicht lieblos

Mein Sohn spielt mit seinen Autos.

Ganz normal eigentlich.

Papa war nett und hat zwei LKW rausgegeben.

Einen Müllwagen mit Kipp- und Entleerfunktion.

Und eine Kehrmaschine mit Kippfunktion.

Zwei Fahrzeuge, bei denen man natürlich genau das machen kann, was Kinder gerne machen:

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Mein Kind kann. Manchmal will es einfach nicht.

Ich habe diesen Satz gelesen:

„Mein Kind will nicht nicht.
Mein Kind kann gerade nicht.“

Und je öfter ich ihn gelesen habe, desto mehr dachte ich:

Nein.

Zumindest nicht immer.

Denn ich kenne mein Kind.

Und mein Sohn kann erstaunlich viel nicht, wenn er gerade keine Lust darauf hat.

Komischerweise kann er fünf Minuten später ziemlich genau dasselbe hervorragend, wenn es plötzlich um etwas geht, das er selbst möchte.

Vielleicht bin ich damit heute schon der verstaubte Papa.

Der Papa mit der alten Erziehung.

Der Papa, bei dem ein Nein tatsächlich noch Nein bedeutet.

Damit kann ich leben.

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Wenn kostenlos nur der Eingang ist

Es beginnt meistens freundlich.

Eine ruhige Seite.
Ein Satz, der dich irgendwo erwischt.
Ein Bild, das nicht zu laut ist.
Und ein Button darunter: „Kostenlos herunterladen.“

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