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Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Der rote Faden – ein Weg durch meine Geschichten

Manche Geschichten sind weit auseinander entstanden und hängen trotzdem zusammen. Diese Seite ist meine Landkarte durch die Gedanken – keine Lesepflicht und keine vorgegebene Reihenfolge.

Hier geht es um Menschen, Alltag, Nähe, Verantwortung, den eigenen Kopf und die Dinge, die man oft erst bemerkt, wenn man genauer hinsieht.

Wenn du lieber nach einem einzelnen Begriff suchst: Volltextsuche. Wenn du chronologisch stöbern willst: Archiv.

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Manchmal wäre weniger Recht einfach mehr Familie

Es gibt diese Tage, an denen Familie eigentlich einfach Familie sein sollte. Ein Geburtstag zum Beispiel. Jemand wird ein Jahr älter, irgendwo steht ein Kuchen auf dem Tisch, Kaffee wird eingeschenkt, vielleicht sitzen Menschen zusammen, die sich sonst viel zu selten sehen, und eigentlich könnte das für ein paar Stunden vollkommen ausreichen. Oder Weihnachten. Dieses Fest, bei dem jedes Jahr wieder von Ruhe, Besinnlichkeit, Zusammenhalt und Frieden gesprochen wird, während wahrscheinlich in mindestens genauso vielen Wohnzimmern alte Geschichten wieder ausgepackt werden. Und dann gibt es noch Beerdigungen. Tage, an denen man eigentlich glauben könnte, dass alles andere für einen Moment unwichtig wird, weil da gerade jemand fehlt, der gestern noch Teil dieser Familie war. Eigentlich.

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Wieso, Weshalb, Warum?

Ich frage selbst ständig warum. Warum funktioniert etwas so? Warum macht dieses System genau dort einen Fehler? Warum verhalten Menschen sich auf eine bestimmte Weise? Warum akzeptieren wir Regeln, nur weil sie irgendwann einmal jemand aufgeschrieben hat? Warum soll etwas richtig sein, nur weil man es schon immer so gemacht hat? „Ist halt so“ gehört wahrscheinlich zu den Antworten, mit denen man mich am zuverlässigsten unzufrieden machen kann.

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Wenn der rote Faden plötzlich ich selbst bin.

Ich habe meinen Blog irgendwann „Der rote Faden“ genannt. Nicht den ganzen Blog, sondern eine Seite darin. Eine Orientierung. Eine Möglichkeit, all die Texte irgendwie zu sortieren: Vatersein, Beziehungen, Alltag, Gesellschaft, Technik, Psyche, Selbstfürsorge, Selbstreflexion. Schöne Kästchen. Sauber getrennt. Fast ein bisschen so, wie man Daten in einem System sortiert.

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Wenn ein Lehrbuch wichtiger ist als der Mensch an sich.

Es gibt eine Uhrzeit, zu der gute Eltern ihre Kinder ins Bett bringen.

Offenbar.

19 Uhr.

Vielleicht 19:15 Uhr, wenn man besonders großzügig ist.

Dann wird das Licht ausgeschaltet, das Kind schläft selbstverständlich friedlich zehn oder zwölf Stunden durch und wacht am nächsten Morgen ausgeschlafen, gut gelaunt und selbstverständlich exakt dann auf, wenn der gesellschaftliche Tagesplan es vorsieht.

So zumindest scheint manchmal die Theorie auszusehen.

Die Praxis heißt bei mir Sam.

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