Neu hier? Hier anfangen.

Marcus Dziersan

Nachdenkliche Texte über Wahrnehmung, Menschlichkeit und das Unausgesprochene. Ein stiller Ort für Gedanken, die keinen Zweck erfüllen müssen.

Geschichten statt Kategorien Vatersein Menschen Gesellschaft Das Leben dazwischen

Der rote Faden – ein Weg durch meine Geschichten

Auf dieser Seite liegen inzwischen viele Texte. Manche sind Monate auseinander entstanden und hängen trotzdem miteinander zusammen.

Dieser Beitrag ist deshalb keine neue Geschichte, sondern die Landkarte durch die bisherigen. Nicht als Lesepflicht und nicht als Reihenfolge. Eher als roter Faden für den Moment, in dem du weißt, dass hier irgendwo etwas zu deinem Gedanken liegt, aber nicht mehr weißt, wo.

Der rote Faden ist dabei eigentlich ziemlich einfach: Menschen, Alltag, Nähe, Kopf, Verantwortung – und die Dinge, die man oft erst bemerkt, wenn man hinsieht.

Wenn du lieber nach einem einzelnen Begriff suchst: Volltextsuche. Wenn du chronologisch stöbern willst: Archiv.

Weiterlesen →

Konsequenzen sind nicht lieblos

Mein Sohn spielt mit seinen Autos.

Ganz normal eigentlich.

Papa war nett und hat zwei LKW rausgegeben.

Einen Müllwagen mit Kipp- und Entleerfunktion.

Und eine Kehrmaschine mit Kippfunktion.

Zwei Fahrzeuge, bei denen man natürlich genau das machen kann, was Kinder gerne machen:

Weiterlesen →

Mein Kind kann. Manchmal will es einfach nicht.

Ich habe diesen Satz gelesen:

„Mein Kind will nicht nicht.
Mein Kind kann gerade nicht.“

Und je öfter ich ihn gelesen habe, desto mehr dachte ich:

Nein.

Zumindest nicht immer.

Denn ich kenne mein Kind.

Und mein Sohn kann erstaunlich viel nicht, wenn er gerade keine Lust darauf hat.

Komischerweise kann er fünf Minuten später ziemlich genau dasselbe hervorragend, wenn es plötzlich um etwas geht, das er selbst möchte.

Vielleicht bin ich damit heute schon der verstaubte Papa.

Der Papa mit der alten Erziehung.

Der Papa, bei dem ein Nein tatsächlich noch Nein bedeutet.

Damit kann ich leben.

Weiterlesen →

Wenn kostenlos nur der Eingang ist

Es beginnt meistens freundlich.

Eine ruhige Seite.
Ein Satz, der dich irgendwo erwischt.
Ein Bild, das nicht zu laut ist.
Und ein Button darunter: „Kostenlos herunterladen.“

Weiterlesen →

Die Dämonen, die keinen Namen tragen

Es gibt Dämonen, die kommen nicht nachts aus dunklen Ecken. Sie tragen keine Hörner, kratzen nicht an Türen und stehen nicht am Fußende des Bettes. Manche Dämonen sitzen viel näher. Im Kopf. In der Brust. Zwischen zwei Gedanken. In der Sekunde, bevor man antwortet. In dem Moment, in dem ein Kind schreit. In der Minute, bevor man etwas erklären soll, das man eigentlich verstanden hat. Sie kommen nicht mit Feuer. Sie kommen mit Fragen. Und manchmal sind Fragen schlimmer als Feuer.

Weiterlesen →

Wer bist du, wenn niemand zusieht?

Stell dir vor, du stehst eines Tages nicht vor einem Spiegel, sondern vor dir selbst.

Nicht vor deinem Gesicht, nicht vor deinem Namen, nicht vor deiner Kleidung, deinem Beruf, deiner Familie, deiner Meinung oder dem Bild, das andere von dir haben. Sondern vor dem Menschen darunter. Vor dem, der übrig bleibt, wenn keiner klatscht, wenn keiner fragt, wenn keiner etwas von dir erwartet und wenn du einmal nicht funktionieren, gefallen, beweisen oder erklären musst.

Weiterlesen →

Warum hier gerade so viel halb wächst

Manchmal sieht es von außen aus, als würde nichts passieren.

Eine Seite ist im Wartungsmodus.
Eine andere wirkt unfertig.
Ein Projekt hat schon ein Logo, aber noch keine richtige Seele.
Ein anderes hat Texte, aber noch keine klare Ordnung.
Manches ist erreichbar, manches nicht.
Manches steht da wie eine Baustelle mit hübschem Schild und fehlender Treppe.

Weiterlesen →

Gegen den Baukasten im Kopf

Es beginnt meistens mit einem kleinen Problem.

Nicht mit einem großen Drama.
Nicht mit einem brennenden Server.
Nicht mit einem Projekt, das schon beim Start aussieht wie ein Unfallbericht.

Weiterlesen →

Warum Wetter-Apps manchmal wie Horoskope wirken

Es beginnt meistens unter einer Warnung. Ein Wetterdienst schreibt: Gewitter möglich. Starkregen möglich. Sturmböen möglich. Lokal Hagel nicht ausgeschlossen. Und kaum steht dieser Satz da, erscheinen die ersten Kommentare. „Ausgedachter Müll.“ „Kommt eh nichts.“ „Schon wieder Panikmache.“ „Bei mir scheint die Sonne.“ „Die können ja nicht mal das Wetter von gestern vorhersagen.“

Weiterlesen →